November 23, 2020

Aktien-Tipps.net

Aktienanalysen mit Herz und Verstand.

Steueroptimierte Aktienanlage in der Sparschwein-UG

Überblick

Regelmäßig werden Kapitalanlagen im Privatvermögen gehalten und verwaltet. Diese Vorgehensweise nutzen vor allem Kleinanleger und Investoren, welche durch Dividenden und Kursgewinne eine finanzielle Unabhängigkeit oder sogar Freiheit erreichen wollen. 

Das Problem hierbei ist jedoch: Bei Gewinnen aus privatem Aktienvermögen müssen deutsche Anleger derzeit ca. 28 Prozent (Abgeltungssteuer, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag) Steuern zahlen. Damit werden Privatanlegern große Steine in den Weg gelegt um schließlich finanziell frei oder unabhängig zu werden.

Kurz und knapp: Wie man seinen Steuersatz von 28% auf effektive 0,8% vermindert.

Der deutsche Anleger

Ja. Die Abgeltungssteuer/Kapitalertragssteuer ist vielen Anlegern ein echter Dorn im Auge. 
Viele Bürger, die sich nicht mit dem Thema Börse und Aktien beschäftigen fordern sogar höhere Steuern, die Aktienkultur in Deutschland ist leider noch nicht in der breiten Masse etabliert.

Viele Normalverbraucher, die sich mit dem Thema nie auseinandergesetzt haben denken, dass die großen, bösen Investoren nur ihre Gier nach immer höheren Profiten befriedigen wollen und steinreich sind – Klar – Es mag sicherlich den ein oder anderen Multimillionär in Deutschland geben, welcher seinen Reichtum mithilfe von Aktien weiter ausbaut.

Das der “Durchschnittsanleger” jedoch ganz anders aussieht, ist den Aktienkritikern jedoch nicht bewusst. Ein Großteil der Anleger möchte sich schlichtweg den Renteneintritt versüßen oder die finanzielle Freiheit erlangen. Nicht mehr angewiesen sein auf den mittelmäßigen 9 to 5 Job. 

Im Zeitalter von preiswerten Onlinebrokern ist es längst kein Privileg der Reichen mehr, Aktien und ETF’s zu kaufen. Die breite Masse baut sich langsam ein kleines Vermögen auf und startet dabei oft mit Sparplänen oder mit einem vierstelligen Startkapital.

Da Zinsen und Festgeldkonten keine oder kaum Rendite abwerfen, fliehen immer mehr Menschen in die Anlage in Aktien.  

Abgeltungssteuer = Renditekiller

Anlegen kann eine richtige Herzensangelegenheit werden. Klar – wenn es Zinsen praktisch nicht mehr gibt und die Inflation den Restwert langsam auffrisst, ist es schön ein Depot zu besitzen und die Kurse langsam über die Jahre steigen zu sehen.

Die Abgeltungssteuer (Mit Nebenabgaben) beläuft sich auf ca 28 Prozent des Gewinnes und kann damit ein echter Renditekiller sein. Warum? Ganz einfach – Wer sich Kursgewinne regelmäßig auszahlen lässt oder Dividenden erhält muss saftige Steuern zahlen. Diese behindern jedoch den Zinseszins Effekt. Selbst wenn der Gewinn (nach Steuern) sofort reinvestiert wird, muss mit massiven Renditeverlusten gerechnet werden. Welche für langfristige Anleger drastische Folgen haben kann.

Dazu ein Rechenbeispiel :

Gewinn Sparplan ohne Steuer

Zinseszinsrechner ohne Steuer mit Sparplan Kursgewinn 1

Wer sich einen Sparplan anlegt und eine jährliche Rendite von ca. 8% erhält (anhand durchschnittlicher Rendite MSCI World 7,2% MSCI Emerging Markets 9,7%) der konnte bei einem Startkapital von 5000 Euro und einer monatlichen Sparrate von 500 Euro ein Vermögen in Höhe von 1,7 Millionen Euro aufbauen. Natürlich ist darin auch der investierte Anteil enthalten, letzlich hat unser Geld aufgrund der jährlichen Rendite einen Gewinn (Investiertes Kapital – Endwert) von ca. 1,48 Millionen Euro erzielen können. Genug um frühzeitig in Rente zu gehen oder sich das Rentenalter angenehmer zu machen.

Doch die Rechnung geht nicht auf: Oft gerät die Kapitalertragssteuer in Vergessenheit. Diese beträgt inklusiver der Nebenabgaben stolze 28% des Gewinns.

Gewinn Sparplan mit Steuer

Führen wir nun selbigen Sparplan erneut unter den gleichen Voraussetzungen aus, und verkaufen ihn ebenfalls nach 40 Jahren, dann schmälert sich der Gewinn bei Verkauf auf 1,06 Millionen Euro. Immer noch eine stolze, stattliche Summe.

Aber dabei wurden nun jedoch in Summe 420.0000 Euro Steuern bezahlt. Klar, als deutscher Staatsbürger sollte man den Staat natürlich unterstützen und Steuern zahlen was hierbei jedoch oftmals unter den Teppich gekehrt wird: Wir haben bereits Steuern bezahlt.

Und unser Rechenbeispiel wurde hier sogar noch zu Gunsten des Systems gewählt. Wenn Anleger auf Dividenden gesetzt oder Teilgewinne mitgenommen hätten, wäre aufgrund der Steuer der Zinseszinseffekt viel schwächer gewesen und der Endgewinn würde sehr viel geringer ausfallen.

Dies dürft ihr euch gerne selbst individuell errechnen (Link zum Rechner)

Im Endeffekt zahlen wir alle bereits unsere Steuern. Besonders gutverdienende Arbeitnehmer trifft es hart. Bis zu 45% des Verdienstes landen nicht auf dem eigenen Konto. Das nun versteuerte Geld wird angelegt, wirft eine Rendite ab (welche auch mit einem Risiko verbunden ist) und wird bei Verkauf erneut mit ca. 28% des Gewinns besteuert. Wer nun seinen Restgewinn in Deutschland konsumieren möchte, darf natürlich auch noch die Mehrwertssteuer von bis zu 19% einkalkulieren.

Damit bleibt vom großen Kuchen nicht mehr all zu viel für den Konsumenten. 

Die Lösung: Steuern optimieren

Gründung einer Sparschwein UG/GmbH

Für Gewinne aus privatem Aktienvermögen sind es statt bis zu 28 % (Abgeltungsteuer inkl. Nebenabgaben) nur 15 %; für Beteiligungen mit einer Quote von mindestens 15 % an Kapitalgesellschaften sind es gar nur 0,8 % effektiv an Steuern (alle Zahlen sind gerundet).
Mehr erfahren

 

Die Gründung einer Sparschwein-GmbH macht nur Sinn, wenn das Vermögen langfristig gehalten werden soll – z.B. zur Altersvorsorge. Die Erträge aus dem Anlagevermögen dürfen nicht für die private Lebensführung nötig sein. Denn die niedrigen Steuersätze sichert man sich nur, wenn die Gewinne thesauriert und ggf. wieder angelegt werden.

Hinweis: Letztlich ist die Sparschwein-GmbH ein Vehikel, um das eigene Vermögen genauso professionell zu managen wie den eigenen Betrieb. Darüber hinaus kann man mit ihr auch die sukzessive Umsetzung einer privaten Vermögensnachfolge steuern. Außerdem ist das Vermögen in der GmbH geschützt vor privaten Haftungsrisiken.

(Quelle)

Neugierig geworden?

Wer sich eine Schritt-für-Schritt Anleitung wünscht, welche sich genau mit dem Thema Steueroptimierung bei Aktien befasst und dabei (natürlich legal) die Abgeltungssteuer von 28% auf ca. 0,8% senken lassen kann. Dem habe ich hier den besten Guide mit vollständiger Anleitung verlinkt.

Allgemeiner Risikohinweis

Der Handel mit Wertpapieren kann zu Verlusten bis hin zum Totalverlust führen. Diese Seite repräsentiert unsere persönlichen Ansichten. Diese Ansichten mögen weder frei von Fehlern noch für jeden Investor geeignet sein. Deshalb stellen Sie unbedingt eigene Überlegungen an und stellen Sie sicher, dass Sie über genügend Wissen verfügen, bevor Sie an der Börse aktiv werden

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