July 6, 2022

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Gilead Sciences News

Enttäuschende Quartalsergebnisse (Q2 2020)
Gilead war in den letzten Monaten dank des klinischen Erfolges für seine COVID-19 Therapie Remdesivir recht stark in den Nachrichten vertreten. Allerdings schädigte COVID-19 Gilead im zweiten Quartal mehr, anstatt dem Unternehmen zu helfen. Zum einen erwirtschaftete Remdesivir im zweiten Quartal keinen nennenswerten Umsatz. Gilead Sciences spendete seine Vorräte des experimentellen Medikaments frühzeitig.
Klinische Studien mit Remdesivir erhöhten die Forschungs- und Entwicklungskosten des Unternehmens.

Der größere Einfluss von COVID-19 wirkte sich jedoch auf den Verkauf des Hepatitis-C-Virus (HCV) und der HIV-Medikamente durch Gilead aus.
Gilead berichtete, dass der Umsatz mit HCV-Produkten im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 47% auf 448 Millionen US-Dollar gesunken sei. Der HIV-Franchise-Umsatz rutschte 1% über das Jahr auf 4 Milliarden US-Dollar.

Ein Teil des Problems bestand darin, dass im ersten Quartal 2020 erhebliche Vorräte an diesen Medikamenten vorhanden waren.

Allerdings wurden nicht alle Gilead-Probleme im zweiten Quartal durch den Coronavirus-Ausbruch verursacht. Das Ergebnis des Unternehmens für das zweite Quartal 2020 verglich sich ebenfalls negativ mit dem zweiten Quartal 2019, da im Vorjahreszeitraum rund $160 Millionen positive Effekte im Zusammenhang mit HCV- und HIV-Rabatten in Europa verzeichnet wurden. Der Verkauf des pulmonalen arteriellen Hypertoniearzneimittels Letairis und des chronischen Brustschmerzmittels Ranexa ging aufgrund der allgemeinen Konkurrenz weiter zurück.